Fast Forward und zurück Manchmal fragen mich junge Menschen, was denn C-60 heißt? Also, spulen wir die Zeit kurz zurück. Vor CD und noch länger vor iPod, da kam die Musik von großen, schwarzen Vinyl-Scheiben. Um diese Musik zu kopieren (überspielen nannten wir das damals), gab es Kassetten. Eine C-90 und die C-60 mit 2 x 30 Minuten Spielzeit.Hier und heute steht C-60 für ein elektronisches Klanglabor. Claus Prellinger macht die Musik, ich die Texte. Das hört sich praktisch an, und ist es auch. Dank moderner Technik. Zwischen uns (der eine in Linz, der andere in Wien) flattern natürlich keine Kassetten hin und her, sondern E-Mails und MP3s.2002 stellten wir unser erstes, gemeinsames Stück in den FM4 Soundpark. „Erfolg (durch Qualität)“. Ein bekanntes Musik-Sample, „Heavy Industries“ von J. Fiddy/J. Burdson, es ist hier durch den jahrzehntelangen Einsatz im Werbeblock von einem Reifenhersteller bekannt, sorgte bei den Hörern für schnelle Wirkung. Der Titel landete auf der FM4 Soundselection samt FM4 Radio Rotation.Angespornt durch unseren „Erfolg“ fragten wir bei Freunden, Bekannten und Musikverwandten an, uns einen Remix zu machen. Fünf wunderschöne Mixes liegen seit dem rum, ohne recht zu wissen, wie wir sie unter die Leute bringen könnten. Dann kam LAS VEGAS Records. Die wollten aber nicht nur unsere „Erfolg“ Remixes, sondern ein ganzes Album. Neue Songs mussten her. Schreiben. Wegwerfen. Schreiben. Einspielen. Singen (meine größte Überwindung). Neu einsingen. Wochen später wieder. Und so weiter und so fort. Am Ende sind eine Hand voll neuer Songs im Kasten. Ohne Samples, einer davon mit echtem Schlagzeug und Bass. Der Song von dem die Rede ist, heißt „Mutters kleine Helfer“. Es sollte ein sehr spezieller Song werden. Rauh. Zwingend. Mit Ecken und Kanten. Spät-Siebziger-Stil. Ohne jede Retroseligkeit. Und, ganz wichtig, eigenständig! Wir wollten etwas hinkriegen, was sonst keiner macht. Jedenfalls nicht deutschsprachig.Ob uns das gelungen ist, werden andere beurteilen (müssen). Wir haben unseren Teil erledigt. Mission erfüllt. Jetzt sind die Hörer am Zug. Und wenn sie nur halb so viel Spaß haben, wie wir es gehabt, dann sollte sich der Kauf unserer CD/LP/EP (oder wie immer man es nennen will) lohnen.Band ab und viel Spaß!Günter Klinger http://fm4.orf.at/ soundpark/c/c60/main?tmp=15756
cafe amigo
Drei Elektro-Pop affine Diskonauten bringen im Rahmen einer exaltierten (Laser-)Show als cafe amigo einen Mix aus Pop, Punk, Techno und Disko mit deutschen Texten. Beherzt entlang der Grenze zwischen “cool" und “uncool", wobei “uncool" dann zum “coolen" Stilelement wird. Postpopertärer (!) Zitatschlager trifft bewegende Balladen, fiepsende Elektronik findet ihren Frieden im Einklang mit treibenden Gitarren. cafe amigo bieten ihre eigene feine Mischung und so mancher hört hier mal ein wenig NDW, mal ein wenig Plastic Bertrand oder auch Modern Talking heraus - Trash´n´Pop´n´Disko Glam wird hier ganz groß geschrieben. Prinzipiell immer ein wenig dazwischen stehend, ziehen die Drei durch ihre kleine Welt und hinterlassen eine Spur aus Stroboskop-, Laser-, Nebel- und Bubblezauber.
Ein Bruce Willis im Stroboskopblitzlichtgewitter. Chevaleresker als der junge Gunther Phillip. Bedient Regler und Crowd. Garantiert Schweiß und Durst. Fühlt den Raum mit Liebe und Schicksalen. Dresscode: Fußball. Ein Mann fürs Grobe, ein Fleischer der Zurückhaltung, ein Vorschlaghammer der guten Laune. Wandert beharrlich und bestimmt entlang der Sollbruchlinie Niveau und ausgelassener Heiterkeit Am Puls der Zeit, manchmal Lichtjahre voraus, irrlichtert er zwischen myspace und In My Place. Erst wenn der letzte Mag-nicht über den Tanzboden pflügt, die letzte Verweigerung gebrochen, das Absacken am Tresen aufgegeben wird, werdet ihr merken, dass man dieser Mucke nicht widerstehen kann.
Kommando Elefant
Kommando Elefant findet seinen Weg zwischen Akkustik-Gitarre und Elektro-Rödel, zwischen Humor und Tragödie, zwischen Piano und Korg-Synths, zwischen Alltag und Systemkritik, zwischen Party und Melancholie und manifestiert sich als Songwriter im Elektro-Mantel - doch im Endeffekt erkennt mensch intelligenten Post-Punk mit Pathos darin. Im April 2010 wird ihr zweites Album auf LasVegas Records erscheinen.
Projekt Ingrid
Eine Frau, ein Projekt. Doch die Frau interessiert das nicht. Ob sie existiert – wer weiß. Auf der Bühne und im Studio war sie bisher nicht, durch ihre Abwesenheit trug sie entscheidend zur Entstehung und zum Fortschritt des Projektes bei. Die Lieder sind erfüllt von Sehnsucht und Gier nach Ingrid, der Frau, die in einem Atemzug Träume erzeugt und alle Illusionen vernichtet. Ihr Blick kann ganze Städte entstehen und versinken lassen. Liebe und Hass, Verachtung und Selbstherrlichkeit vereint Sie in sich und während sie dich verliebt anlächelt kotzt sie dir charmant ins Gesicht. Denn Ingrid ist das eine Bier zuviel, der Schritt über den Abgrund, der Zwang zur Peinlichkeit und zum selbstbestimmten Untergang.
squishy squid
Death Disco, Brachial Chansons und Morbid- Rock. Ob mit elektronischem Gewimmer, basslastigen Gewummer, oder, wie letztens beim FM4 Protestsongcontest – mit Staubsauger, Kochtopf und Megaphon angetan – die fünf Wiener haben sich dem Diktum verschrieben „Musik zu machen die fetzt“. Das muß nicht weh tun, das soll aber unter die Haut gehen. Sängerin Darling singt mal Deutsch mal Englisch. Wirft sich voller Wut der Langeweile einer gesicherten Existenz entgegen, singt desperat über Liebe, Wasserleichen und den Mond, während ihr zwei Bässe; Keyboard und Schlagzeug den Rücken frei halten.
Keine Gitarre? Keine Gitarre. Leute, glaubt uns, es ist trotzdem Rock´n Roll. Squishy Squid: Jeunesse desolée, Tentacles of Love. Gekommen die Welt zu erobern.
“Der Mann, der nie zur Ruhe kommt“, so wird Georg Lichtenauer alias VALESTA im FM4-Soundpark zitiert.
Seine musikalische Kreativität kennt keine Grenzen und Menschen, die ihn besser kennen meinen dazu: „Musik ist seine Obsession.“ Anfangs tourte er noch alleine herum, aber so, wie es der Zufall wollte, traf er auf den Gitarristen Konrad Zanzinger. Aus diesem impulsiven Duo entstand das VALESTA PROJECT. Geballt mit elektronischen Housepartykrachern – incl. hohem Tanzfaktor – mauserte sich das VALESTA PROJECT von Vorband österreichischer Größen, wie Markus Kienzl (sofa surfers, klein records) und Parov Stella (etage noir) zu den Schöpfern ihres ersten Albums „ACTIONFILM“.
Durch großes, musikalisches Engagement und Remixes für Dead Rock Machine (dixomusic, paris) und Nude (sabotage concept, germany) wurde LAS VEGAS RECORDS auf dieses Gesamtprojekt aufmerksam. Nach einem halben Jahr und intensiven Recordens wurde dann im Sommer 2007 ihr erstes Album fertig.
Es handelt sich dabei um ein exzellentes, musikalisches Werk mit durchgehender, musikalischer Bandbreite. Diverseste GastmusikerInnen und SängerInnen machten es möglich einen weiten Bogen zuspannen. Es entstand dadurch eine natürliche Abwechslung mit hoher Qualität und sorgt beim Hörer für ständige Aufmerksamkeit. Laut den Hörern wird im Einkaufsregal auf dieser CD niemals Staub wachsen. Das Album „ACTIONFILM“ hat salopp gesagt: „Ohrwurmcharakter“.